Der territoriale Kontext des Tagghjate

Der territoriale Kontext des Tagghjate

SPRECHEN WIR ÜBER DIE ALTEN GEOLOGISCHEN STANDORTE, UM IHRE ERINNERUNG ZU ERHALTEN

DER TERRITORIALKONTEXT DES TAGGHJATE


DER KOMPLEX VON MONTE BELVEDERE-SANT'ELIA-MONTEDORONE DIE GEMEINDE SAN GIORGIO JONICO, ROCCAFORZATA UND FAGGIANO

(herausgegeben von: Prof. G.nni Carafa)

FÜR DIE STADTSTRAßEN: EIN KURZER WEG

(Zwischen Häusern und Kellern, engen, weiß getünchten Gassen und unerwarteten Freiflächen guter Nachbarschaft)

In einer Region ohne Höhenunterschied kann für uns heute sogar eine kleine "Quote" eine zusätzliche Möglichkeit der Wertschätzung und des Verständnisses der Art der Beziehungen einer Bevölkerung zu ihrem eigenen Territorium darstellen. Eine kurze Route in der faszinierenden Entwicklung des Altstadtblocks zeigt die Abfolge von Räumen, die von dem hügeligen Höhenunterschied durchzogen sind, auf dem die Stadt liegt (Monte Belvedere). Der Besuch kann sehr gut in unmittelbarer Nähe der Mutterkirche „Maria SS. der Menschen".

Über Roccaforzata

Wir machten uns sofort auf den Weg entlang der Via Roccaforzata, einer alten interkommunalen Achse. Die Straße ist eng und anfangs auch sehr geprägt von Gebäuden, die sich mit Treppen überall vorwärts und rückwärts bewegen, und einigen Brüstungen, die auch die dahinter liegenden Gärten abgrenzen (Foto Nr. 35-36).


Foto nr. 35 - Via Roccaforzata, Gelenkgebäude


Foto nr. 36 - Via Roccaforzata, charakteristische Treppe

Unvermeidlich für eine sorgfältige Beobachtung, die für die gesamte Dauer der Route empfohlen wird, sind die unendlichen Belüftungsöffnungen sowie die Klappen / Treppen (Foto Nr. 37), die zu den alten privaten Kellern führen, die direkt in den nackten Tuffstein gegraben wurden einst Mühlsteine ​​und der unvermeidliche Schutz der einzigen und unermüdlich arbeitenden Tierfamilie, des Maultiers (im Jargon das "Maultier"), das es in einem gewagten Auflösen von Steigungen (Treppen) geschafft hat, Gastfreundschaft in den tiefsten Eingeweiden des Hauses zu finden. Die ganze Stadt ist mit Tuffsteinquadern gebaut, die direkt aus dem Untergrund, aus dem Keller unten, gewonnen wurden. Daher wird das Gebäude oben von einer Reihe von Tonnen-, Stern- und Segelgewölben auf den schwindelerregenden und unendlichen Hohlräumen des Steinbruchs getragen, wie es scheint auch Gegensprechanlagen (im letzten Weltkrieg für Flugabwehrräume verwendet).


Foto nr. 37 - Via Roccaforzata, Klappen und Treppen

Dort finden das kostbare lokale Öl und die vielfältigen enologischen Eigenschaften ihre Vollendung, ihre Gründe für ein perfektes Mikroklima.

Selbst die bescheidensten Häuser haben an ihren Fassaden eine Fülle von Formteilen, Gesimsen, Regalen und Balkonen aus Tuffstein, die durch die harte Arbeit der örtlichen Steinmetze der Vergangenheit artikuliert wurden (Foto Nr. 38). Der Blick auf die oberen Stockwerke der Fassaden scheint oft das zurückzugeben, was noch nicht von der tödlichen Wut der letzten 60er und 70er Jahre berührt wurde, um um jeden Preis modern zu sein, im Einklang mit der neuen wirtschaftlichen Situation. Sozial Wohlfahrt durch die Illusion eines Exodus, der sich vom Land in Richtung der neuen und "würdigen" Beschäftigungssaison der großen metallverarbeitenden Industrie (ehemals Italsider, jetzt Ilva) öffnete, eine echte wirtschaftlich-soziale Transhumanz, die auf lange Sicht ihren Irrtum offenbart hat auch beim Abbau eines lebenswichtigen handwerklichen Mikrogewebes, das immer direkt mit einer territorialen Identität verbunden war.


Foto nr. 38 - Via Roccaforzata, Balkon

Aber wie kann man einer Bevölkerung die Schuld geben, die immer am Rande der Armut gelebt hat und zu einer sehr harten, täglich anstrengenden Arbeit auf den Feldern oder im Steinbruch (cavamonte / tagliapietra) verurteilt ist, ohne die Gewissheit über zukünftige Lebensaussichten zu haben, die in der Lage sind, eine mögliche zu eröffnen? Fenster zu anderen Möglichkeiten, den eigenen sozialen und existenziellen Zustand zu ändern; Wie kann man sich irren, wenn man einige widersprüchliche Vorteile, einige Annehmlichkeiten des Lebens nicht genießt und dann: Wecker und Türen aus Marmor, Türen aus eloxiertem Aluminium, teilweise Fliesen der Fassaden - insbesondere in den unteren Etagen - daher ein kleiner Beton Wohlbefinden oder zumindest ein solches Streben nach dem notwendigen "Fassadenkomfort".

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